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Von Dorothee Palm Christliche Beirätin der Deutschen Muslim-Liga Bonn e.V. Das Ludwigshafener Heinrich - Pesch-Haus bot vom 2. bis 6. Mai eine "Sufi-Woche" zum Thema islamische Mystik an. Der Leiter dieses sehr im Dialog engagierten jesuitischen Tagungshauses, Pater Dettling, führte die Woche gemeinsam mit Shech Ismat Amiralai aus Mannheim vom Mevlana - Sufi-Zentrum für kreative Spiritualität durch. Es gab Lesungen, Vorträge, eine Ausstellung islamischer Kalligraphie von Shech Amiralai und von Samstag Mittag bis Sonntag Mittag ein Seminar über islamische Mystik.
Referent war der Jesuitenpater Sokolov aus Wien. Er sprach
kenntnisreich und respektvoll über berühmte islamische Mystiker. Obwohl
ich als Islamwissenschaftlerin seine Ausführungen zur Entwicklung der
Mystik aus dem "orthodoxen" Islam und besonders zum Propheten Muhammad
kritisierbar fand, überwog doch bei seiner Darstellung Respekt und
Zuneigung, so dass ich das Seminar als erfolgreich im Sinne des
Dialoges ansehe. Am Samstag Abend dann waren Mevlevi -
Derwische aus Istanbul zu Gast und wir durften an deren Sema (Gebet als
Drehtanz) teilnehmen. Es war nicht nur für mich äusserst bewegend. Auch
Menschen, die noch nie Sema erlebt hatten, waren tief berührt. Der
Shech aus Istanbul, der Murshid, sechs Musiker und vier Tänzer
schenkten uns, die wir im großen Rund drum herum sitzen durften, die
Teilnahme an ihrer liebevollen Hingabe im Gebet. Es war für mich auch (wieder einmal) ein heilendes Erlebnis. |